KUNSTGESCHICHTE

Die Geschichte der bildenden Kunst ist so vielfältig, dass es kaum möglich ist sie in seiner Gesamtheit zu erfassen. Die Vielzahl von Themen ermöglichen es sich individuell damit zu beschäftigen. Dabei ist es nicht relevant, ob die Beschäftigung einen wissenschaftlichen Hintergrund hat oder nur aus Freude an der Betrachtung des Schönen an der Kunst erfolgt. 

 

Nachfolgend erhalten Sie einen kleinen Überblick über die kunstgeschichtlichen Themenbereiche unserer Arbeitsgemeinschaft.

 

Die Baukunst gliedert sich in kirchliche (Sakralbau) und weltliche (Profanbau) Baukunst. Die Aufgabe des Bauwerks bestimmt in erster Linie seine Form; der Baustoff bestimmt die Bauart und das Baugefüge. Im engeren Sinne versteht man unter Baukunst die Entwicklung der künstlerischen Baustile der verschiedenen Völker und Zeiten (Brockhaus). Die Baukunst ist die führende Kunst. Sie ist die Gesamtheit aller Bauwerke mit künstlerischer Gestaltung, welche über die Erfordernisse ihres reinen Zwecks oder der Nützlichkeit hinausgeht. Sie gelangt in ihren am höchsten entwickelten Formen zur Gestaltung von symbolischen Charakteren wie Memorialbauten oder Kulturbauten. Die Bewertung der Bauformen führt innerhalb einer Epoche oder eines Volkes zu bestimmten Systemen, welche untereinander jedoch immer wandlungsfähig sind.

 

Die Plastik [grch] ist ein dreidimensionales Werk der Bildhauerkunst. Es ist die Kunst aus festen Stoffen, wie Ton, Gips, Stein, Metall, Holz oder Elfenbein Menschen-, Tiergestalten oder andere Gegenstände entweder in voller Körperlichkeit (Rundplastik) oder im Relief zu formen(Brockhaus). Das Relief ist im Gegensatz zu einem freiplastischem Werk an eine Fläche gebunden. Nach dem Grad der Erhebung über den Grund unterscheidet sich das Hoch-Relief und das Flach-Relief. Bei dem versenkten Relief der ägyptischen Kunst setzen sich die Formen nur durch herausgemeißelte Umrisse gegen die Fläche ab.

 

Die Malerei ist im Gegensatz zur Baukunst, Plastik und dem Kunsthandwerk nur zweidimensional. Ihr Bereich ist die Fläche, ihr Mittel die Farbe; ihre Gestaltungen sind meist gegenständlich darstellender Art, im 20. Jahrundert auch ungegenständlich(Brockhaus). Unterschieden wird nach Malgrund und Farbstoff, demnach gibt es u. a. Wandmalerei, Tafelmalerei, Miniaturmalerei, Glasmalerei. Nach dem Inhalt wird in der Malerei unterschieden nach Historienmalerei, Landschaftsmalerei, Architekturmalerei, Bildnismalerei usw. Nach der Art der Maltechniken gibt es Fresko-, Secco-, Tempera- und Ölmalerei. Die Felsenmalerei soll an dieser Stelle nicht vergessen werden. Als Teil der Malerei ist die Graphik die Vervielfältigung von Schrift und Druck. Techniken sind der Holzschnitt, der Kupferstich, die Radierung und der Steindruck. Die Malerei war über viele Jahrhunderte das einzige Mittel um Erlebtes bildlich darzustellen.

 

Das Kunsthandwerk ist die Herstellung von Gegenständen und Geräten für den Gebrauch in zugleich künstlerischer und handwerklich durchgebildeter Gestaltung. Es ist der Sammelbegriff für alle Kunst, welche dem Gebrauch oder Schmuck dient. Die Vielzahl der Formen, welche durch das Kunsthandwerk dargestellt werden ist so unerschöpflich, dass diese Kunstart als die am Vielfältigsten bezeichnet werden kann. Zum Kunsthandwerk zählen die Gold- und Silberschmiedekunst, die Schnitzerei, die Kunstglaserei, die Töpferei mit ihren vielältigsten Materialen als auch die Weberei und die Buchbinderei, um nur einige zu nennen. Oft verschmilzt das Kunsthandwerk mit den anderen Gebieten der Kunst, genannt sei hier als Beispiel die Glasmalerei.

 

Die Philatelie gibt uns die Möglichkeit unsere Sichtweisen und Interpretationen zu den Themen und Werken der Kunstgeschichte in Sammlungen darzustellen.